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Methoden, mit denen ich arbeite.

Sie möchten wissen, welche Methoden ich bei Mediation und Coaching anwende. Bevor ich darauf eingehe will ich folgendes vorausschicken:

Entscheidend sind nicht die methodischen Ansätze, mit denen der Berater – Mediator oder Coach – arbeitet. Wichtiger ist die innere Haltung: Achtung vor der Einzigartigkeit jedes Menschen, Wertschätzung, Empathie und Optimismus, Bewusstsein des Beraters darüber, dass auch er selbst innerlich beteiligt ist.

Die verschiedene Methoden tragen dazu bei, den Beratungs- oder Vermittlungsprozess wirksam zu unterstützen. Ich arbeite je nach Situation und Aufgabenstellung mit folgenden Methoden:

  • Klientenzentrierte Gesprächsführung
  • Systemischer Ansatz
  • Konzept der Klärungshilfe
  • Arbeit mit dem inneren Team
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Mediation mit Stellvertretung

Die klientenzentrierte Gesprächsführung ist die Grundlage jeder intensiven Beratung oder Mediation. Sie basiert auf der von C. R. Rogers entwickelten Gesprächstherapie. Daraus ergeben sich die Grundprinzipien hilfreichen menschlichen Zuhörens. Der Berater geht auf drei verschiedene Weisen auf den Klienten ein: Mit Empathie (einfühlendes Verstehen, das vom Klienten ausgedrückte Gefühl anerkennen), Wertschätzung (unbedingte Beachtung und Würdigung der Person des Klienten, emotionale Wärme) sowie Echtheit (Authentizität des Beraters, Transparenz, Selbstöffnung).

Mit dem systemischen Ansatz gehe ich davon aus, dass meine Mandanten selbst die Experten für die Lösungen der aufgetretenen Probleme sind. Zunächst ist die präzise Auftragsklärung wichtig. Was soll mit der Mediation oder im Coaching erreicht werden? Ich unterstütze meine Mandanten, ihre individuell passenden Lösungen zu finden. Das geschieht u.a. mit verschiedenen Fragetechniken. Es geht darum, die eigenen Ressourcen herauszuarbeiten und zu aktivieren.

Das Konzept der Klärungshilfe wurde maßgeblich von Christoph Thoman entwickelt. Es eignet sich besonders gut, für innerbetriebliche Mediationen oder wenn in einer privaten oder beruflichen Beziehung geklärt werden soll, ob und wie ggf. die Beziehung fortgeführt werden kann. Der Klärungshelfer / Mediator hilft dabei den Beteiligten, verborgene Konflikte zu erkennen oder die hinter offenen Konflikten liegenden verborgenen Probleme herauszuarbeiten. Das Motto lautet: Klarheit und Wahrheit! Sind die verborgenen Problemkonstellationen identifiziert, können sie angegangen werden.

Die Arbeit mit dem inneren Team bietet sich vor allem an, wenn eine schwierige Entscheidung ansteht. Dann melden sich verschiedene Stimmen in uns. Jede sagt uns etwas anderes, eine beispielsweise: „Da gehst du zugrunde, kündige und suche einen neuen Job“. Eine zweite Stimme: „Du bist nur kurz da, bleibe noch. Du kannst hier noch einiges lernen“. Eine dritte Stimme vielleicht: „Diesen Beruf will ich ohnehin nicht ewig machen“ usw. Das macht die Entscheidung schwierig. Zur Klärung benennen und visualisieren wir all diese Stimmen und machen sie zu unseren Ratgebern. (Inneres Team nach Schulz von Thun)

Die Methode der gewaltfreien Kommunikation befähigt uns, unsere Interessen so zu vertreten, dass uns die anderen Personen in guter Weise wahrnehmen und akzeptieren können. Besteht die Gefahr, dass wir einen heftigen Konflikt auslösen, wenn wir unser Anliegen äußern, hilft diese Art der Gesprächsführung sehr gut weiter. Dabei heißt es: Von Tatsachen ausgehen, anstatt von Wertungen; zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen stehen! Und danach: Auch die möglichen Gefühle und Bedürfnisse und des anderen sehen und eventuell ansprechen.
(Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg)

Mediation in Stellvertretung ist eine besondere Form des Coachings. Sie bietet sich bei einem Konflikt zwischen zwei Personen an. Dabei wird ein zweiter Coach hinzugezogen, der zeitweise in die Rolle der nicht anwesenden anderen Person schlüpft. Dabei erleben wir Überraschendes, beispielsweise, dass der neue Arbeitskollege, der so arrogant mit einem umspringt, aus Unsicherheit und Angst heraus handelt. Solche Erfahrungen weiten den Blick und eröffnen die Möglichkeit, sich anders zu verhalten. Diese Methode kann auch eingesetzt werden, wenn jemand mit dem Konfliktpartner gerne eine Mediation durchgeführt hätte, der Partner dafür aber nicht zur Verfügung steht. (Mediation in Stellvertretung, entwickelt von Ch. Hatlapa und K. Sander)